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Reisen in den USA – Eindrücke und Erlebnisse. Tipps zum Urlaub und Auswandern.
Inhalte

Das schöne Reiseland USA

Nordamerika, ein Kontinent der es in sich hat.

Endlose Weiten, schönste Natur, breite Straßen und unzählige Sehenswürdigkeiten

Dimensionen

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Man braucht schon so einige Jahre, um alle Sehenswürdigkeiten von Nordamerika zu besichtigen. Die Vereinigten Staaten laden immer wieder auf ein neues Abenteuer ein. Sehr schnell stellt man fest, dass die Dimensionen und Entfernungen im Land gewaltig sind.
Bei einem Aufenthalt in Florida saßen wir mittags unweit von Miami im Auto, betrachteten die Landkarte und beschlossen einen kurzen Abstecher nach Cape Canaveral. Der Weg dort hin wurde länger und länger. Um 18:50 Uhr parkten wir das Auto und da stand das Objekt der Begierde. Ein ordentlich aufgestellter Raketenwald, durch Scheinwerfer ausgeleuchtet, gen Himmel gerichtet. Schnell die Kamera in Position gebracht, ließ ich das Objektiv fokussieren und bevor ich den Auslöser drücken konnte, gingen mit einem Schlag alle Lichter aus. Es war 19:00 Uhr und Feierabend. In der Dämmerung war es leider nicht mehr möglich, ein ordentliches Foto zu schießen.

Schein oder Sein

Hervorstechend sind die Gegensätze die man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten vorfindet. Bei genauerem Hinsehen fällt dem, zunächst von der Größe des Landes überwältigten Besucher, dann doch schnell auf, dass nicht alles Gold ist, was da glänzt.
Allein der Zustand der Straßen spricht eine eigene Sprache. So wurden bspw. allein im Jahre 2005 ca. 100 Milliarden US Dollar in das Straßennetz investiert. Diese Summe reicht bei weitem nicht aus, den Zustand der Straßen und vor allem auch der gefährdeten und stark belasteten 70.000 Brücken im Land in einen verkehrssicheren Zustand zu versetzen. Die Größe des Landes frisst die finanziellen Mittel förmlich auf.

Unterkünfte und Missstände

Die günstigen Motels, gerade in den Metropolen, sind oftmals dreckig und in einem erbärmlichen Zustand und es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Zimmer zunächst zu besichtigen, bevor man die Übernachtung bucht. Ein kleiner Check der wichtigen Dinge ist schnell vollzogen. Sanitär, Wasserdruck, Licht, Klimaanlage, Fernseher und Matratzen prüfen. Dann noch ein Blick unters Bett verraten schnell, wo man gelandet ist. In der Preiskategorie von Best Western aufwärts verbessert sich der Zustand schlagartig. Mit kleinen privaten Motels oder Bed & Breakfast Unterkünften kann man jedoch auch Glück haben. So erlebt haben wir dies mehrfach in Florida. Sehr gepflegt, liebevoll eingerichtet und doch bezahlbar.

Das Stromnetz

In Amerika, einem – so denkt man – hoch technisierten Land, wovon behauptet wird, daß sie vor ca. 40 Jahren schon den Mond besuchten, ist es nichts besonderes, wenn hier und da mal der Strom für kürzere oder längere Zeit ausfällt. Betrachtet man die elektrischen Leitungen und Zuführungen zu und zwischen den Gebäuden, verwundert das jedoch gar nicht. Die Überlandleitungen sind allen erdenklichen Widrigkeiten ausgesetzt, Schnee, Eis, Stürme und Hurricanes, um nur einige Faktoren zu nennen. Das kann nicht gut gehen.
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Beim Betrachten der üblichen Verkabelung zwischen den Häuserschluchten kann die Frage aufkommen, ob man hierdurch primär die Häuser, durch die über die Straße gestannten Kupferleitungen, gegen Einsturz bei Sturm sichern will. :-)
Es war ein sehr heißer Sommer 1995. Wir kamen gerade aus Texas zurück, hatten 10 US-Staaten durchfahren und den Leihwagen nach drei Wochen zurück gegeben. Die letzten drei Tage vor dem Rückflug planten wir, bei einer Freundin in Chicago zu bleiben. Die Temperaturen lagen bei 43°C und sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Die Klimaanlagen liefen auf größter Stufe, um den Tag erträglicher zu machen. Durch den hohen Stromverbrauch brach mehrfach das Stromnetz vollständig zusammen. Die Regierung verordnete, daß alle Klimageräte in öffentlichen Gebäuden max. auf 50% Leistung betrieben werden durften. Wir konnten bei unserer Freundin nachts nicht schlafen, da die Hitze unerträglich war. Wie hatten lediglich einen großen Ventilator im Zimmer stehen und wenn man ihn einschaltete, wurde es nur schlimmer. Habe in der Nacht ca. fünf mal geduscht.
Wir planten die letzten zwei Nachte im Motel zu verbringen. Ohne Leihwagen und mit Gepäck ein riesiges Problem. Also ließen wir uns zum Flughafen O'Hare bringen und mieteten für zwei Tage einen Wagen. Da durch die Hitze viele Klimageräte das Zeitliche segneten, mußten unzählige Bewohner Chicagos ebenfalls auf Motels zurückgreifen. Mit anderen Worten, die Hotels waren alle ausgebucht und wir entschlossen uns, in den Nachbarstaat Wisconsin zu fahren, um ein freies Motelzimmer zu finden. Dort angekommen gab auch die Aircondition in unserem Leihwagen den Geist auf. Es war bereits 21:00 Uhr und wir hatten keine andere Wahl, als den Rückweg nach Chicago anzutreten, um den Wagen zu tauschen.
Mitten in de Nacht kamen wir am Flughafen an und als wir den neuen Wagen hatten, ging bei uns garnichts mehr. Wir landeten in einem Flughafenhotel und zahlten freiwillig einen Übernachtungspreis, den ich hier nicht veröffentlichen werde, da mir sonst noch heute die Tränen kommen. Wie wir hinterher erfuhren, sind an diesem Wochenende in Chicago über 700 Menschen an Folge der Hitze gestorben, sodaß die Toten wegen Überfüllung der Leichenhäuser, in Kühlwagen auf der Straße untergebracht werden mußten. Dies war der erst USA Urlaub, wo wir dankbar waren wieder im Flugzeug nach Europa zu sitzen. Unglaublich was alles passiert, wenn das Stromnetz zusammen bricht.

Das Positive siegt

Ich könnte mehrere Seiten mit Missständen und Widersprüchlichkeiten füllen, mag dies aber gar nicht tun. Der Eindruck welcher dann entstehen könnte, wäre nicht gewollt, denn die positiven Seiten des Landes und der in Amerika lebenden Menschen überwiegen doch eindeutig. Die Amerikaner sind von Ihrem Wesen her so vielseitig wie die Deutschen. Von muffelig bis superfreundlich findet man alles vor. Überwiegend erlebt man jedoch für den Deutschen ungewohnte Offenheit, Gastfreundschaft und Freundlichkeit.

Beispielhaft

In den Supermärkten und Mall’s (riesige Einkaufszentren) fühlt man sich als Kunde. Es fängt schon so an, dass man in nahezu jedem öffentlichen Gebäude oder Einkaufszentrum direkt am Eingang die Restrooms (WC und Waschräume) vorfindet, kostenlos und sauber. Es geht doch! Hierzulande verschafft sich der amerikanische Mc Donalds Konzern und andere Fastfood Restaurants mit diesem Service große Marktanteile, weil sie erkannt haben, dass Menschen persönliche Bedürfnisse haben.
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Einkaufsparadies USA

Der hier bei uns landläufig bekannte Stress und das Geschiebe an der ALDI Kasse entfällt. In den USA packt das Personal teilweise Deine Einkäufe ein, damit Du in aller Ruhe bezahlen kannst. Man kann sich die Einkäufe auch zum Auto tragen lassen, alles ist machbar. Die Verkäufer sind tatsächlich für den Kunden ansprechbar und freuen sich, Dir helfen zu dürfen. Wenn in Deutschland weniger als 5 Kunden, in der Schlange, an einer Kasse warten um abgefertigt zu werden, werden sofort ein oder mehrere Kassen geschlossen, damit der Effekt des sinnlosen Wartens erhalten bleibt. Anders in den USA. Hier wird alles unternommen um dem Kunden den Einkauf so angenehm wie möglich zu gestalten. Parkplätze muß man nicht suchen, sie sind in ausreichender Anzahl und in Übergröße einfach vorhanden. Nach dem Einparken hat man sogar noch die Möglichkeit, Fahrer- und Beifahrertür zu öffnen, um ein- oder auszusteigen. Kurz gesagt: In Amerika macht das Einkaufen noch Spaß.

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